„Pack es an“ – ein Cannabis-Methodenpaket & “Pack es an“ – Neue Bausteine der Suchtprävention
Mithilfe unseres Cannabis-Methodenpakets „Pack es an“ können Sie in Ihrer Einrichtung das Thema Cannabis individuell mit einer Gruppe oder auch einzelnen Personen thematisieren. Durch die interaktiven und reflektierenden Methoden und Übungen von „Pack es an“ erlangen die Jugendlichen und jungen Erwachsenen nicht nur Wissen über Cannabis, dessen Wirkungen und Risiken, sondern stärken auch ihre Risiko- und Lebenskompetenzen und stärken ihre individuellen Schutzfaktoren.
Vier Jahre gefördert durch das GKV-Bündnis für Gesundheit sowie die Landeshauptstadt Hannover ist hier ein kostenloses Präventionsangebote für Schüler*innen, Jugendliche, junge Erwachsene, Eltern, Erziehungsberechtigte und Fachkräfte entstanden.
Im Jahr 2025 erhielten wir mit dem Projekt „Pack es an“ – Neue Bausteine der Suchtprävention die Möglichkeit, unsere Erfahrungen im Bereich der Cannabisprävention nun auch in Schulen in der gesamten Region Hannover zur Verfügung zu stellen. Zudem konnten wir die Cannabisprävention auf berufsbildende Schulen sowie in die offene Jugendarbeit ausweiten. Dieses zweite Projekt wird ebenfalls durch das GKV-Bündnis für Gesundheit sowie die Landeshauptstadt Hannover und zusätzlich durch die Region Hannover gefördert.
Die Projekte bestehen aus einem Methodenpaket inklusive analog und digital durchführbaren Modulen, Unterrichtsskizzen und allen Materialien sowie einem ausführlichen Manual. Für die Fachkräfte sind neben Materialschulungen auch Theorie- und Gesprächsführungsschulungen Bestandteil des kostenlosen Angebotes. Für Eltern und Erziehungsberechtigte gibt es einen regelmäßig stattfindenden digitalen anonymen Elternabend. Für bereits konsumierende Jugendliche & junge Erwachsene gibt es einen regelmäßig stattfindenden digitalen anonymen Infoabend.


Unsere Projektbereiche

Schulen
- Unterstützung bei allen Themen und Fragestellungen rund um Cannabis
- Beratung auf allen Ebenen
- Schulungen von Mitarbeitenden
- Unterstützung bei Maßnahmeplänen und Präventionskonzepten
- Einführung von verschiedenen Modulen und Bausteinen
- Module sind angepasst auf die Bedarfslage der Schüler*innen der Landeshauptstadt Hannover
Schüler*innen
- Workshopmodule 1 und 2 für die Klassen 8 oder 9 (jeweils 3 Schulstunden)
- Optional: Erweiterndes Modul 3 in der Klasse 10 (3 Schulstunden)
- Flexible Zeitgestaltung für berufsbildende Schulen und offene Jugendarbeit
- Auch als Projekttag durchführbar
- Methodenvielfalt: Keine reinen Aufgabenblätter, sondern interaktive Übungen, Fallübungen, Reflexionsaufgaben etc.
- Alternative Durchführung einzelner Bausteine
- Wir bieten die Module in Präsenz sowie digital an
- Geplant: Arbeitsmaterialien in einfacher/leichter Sprache sowie Übersetzung in andere gängige Sprachen
- Informationsblatt inkl. weiterer Inhalte
Fachkräfte
- Wissensvermittlung zum Thema Cannabis
- Methodenschulung sowie Bereitstellung des Methodenpaketes
- Auseinandersetzung mit eigenen Rollenverständnis und der Haltung
- Vermittlung von motivierenden Gesprächstechniken bei Jugendlichen
- Möglichkeit der Hospitation bzw. Tandemdurchführung am Anfang
- Nachbesprechung und Auffrischung des Gelernten
- Beratende Begleitung der Umsetzung
- Netzwerkarbeit
- Schulungen auch Inhouse möglich – sprechen Sie uns gern an!
Eltern / Interessierte
- Zeitumfang der Infoveranstaltungen: 60–90 Minuten
- Auf Anfrage durchführbar in Präsenz oder digital, zusätzlich bieten wir reguläre digitale Elternabende für alle an (schulübergreifend)
- Der digitale Elternabend dient der Informations- und Wissensvermittlung zum Thema Cannabis, der Aufklärung zu den Wirkungen und Folgen sowie dem Austausch
- Der Elternabend besteht somit aus einem theoretischen und einem offenen Teil
- Es geht um Fragen wie „Was gehört alles zu Cannabis?“, „Wie viele Jugendliche konsumieren eigentlich?“, „Wie können sich Eltern verhalten, wenn sie erfahren, dass Freund*innen der Kinder Marihuana oder Haschisch rauchen?“, „Was können Eltern tun, wenn ihr Kind Cannabis konsumiert?“
- Das Angebot ist kostenfrei
- Anonymisierung: Beim Eintreten des digitalen Raumes werden die Teilnehmenden in „TN 1,2,3…“ umbenannt, sodass eine offene Fragerunde ermöglicht wird
- Die Veranstaltung findet über das Programm „Zoom“ statt. Über den folgenden Link kommen Sie auf unsere Internetseite, wo Sie die nächsten Termine, den Zoom-Link sowie Informationen zu den Einwahlmöglichkeiten finden
- prismahannover.de/
elternabendcannabis
Konsumierende und Interessierte
- Zeitumfang der Infoveranstaltungen: 60–90 Minuten
- Auf Anfrage durchführbar in Präsenz oder digital, zusätzlich bieten wir reguläre digitale Elternabende für alle an (schulübergreifend)
- Der digitale Infoabend dient der Informations- und Wissensvermittlung zum Thema Cannabis, der Aufklärung zu den Wirkungen und Folgen sowie dem Austausch
- Der Infoabend besteht somit aus einem theoretischen und einem offenen Teil
- Es geht um Fragen wie: „Ab wann bin ich abhängig?“ „Was ist safer use?“ „Was sollte ich beim Konsum beachten?“ „ADHS & Cannabis Medizin oder Risiko?“ „was kann ich tun, wenn meine Freunde zu viel konsumieren?“ „Wo bekomme ich Hilfe?“
- Das Angebot ist kostenfrei
- Anonymisierung: Beim Eintreten des digitalen Raumes werden die Teilnehmenden in „TN 1,2,3…“ umbenannt, sodass eine offene Fragerunde ermöglicht wird
- Die Veranstaltung findet über das Programm „Zoom“ statt. Über den folgenden Link kommen Sie auf unsere Internetseite, wo Sie die nächsten Termine, den Zoom-Link sowie Informationen zu den Einwahlmöglichkeiten finden


Hintergrund des Projektes
Fachkräfte haben Schwierigkeiten bei der Umsetzung eigener Projekte zum Thema Cannabis. Die liegt zum Beispiel am Mangel an geeignetem Material, Unsicherheiten in Bezug auf das Thema und die Durchführung sowie an unzureichenden personellen Begleitmöglichkeiten.
Die daraus resultierende Bedarfe waren die Entwicklung eines nachhaltigen Präventionsprojekts für Jugendliche und junge Erwachsene aus Risikogruppierungen sowie die Ausbildung von Multiplikator*innen.
Die Grundidee des Methodenpakets ist es, Jugendliche mit höheren Risikofaktoren für einen möglichen Konsumbeginn ohne Stigmatisierung zu erreichen (durch Ansprache im Klassenkontext oder in der offenen Jugendarbeit) und gleichzeitig Multiplikator*innen auszubilden, um eine dauerhafte Umsetzung der Intervention zu bewirken. Auf diese Weise kann Suchtprävention nachhaltig in den verschiedenen Settings implementiert werden.
Inhalte des Projektes
Ziele innerhalb der Module
- Wissens- und Informationsvermittlung von Cannabis
- Aufklärung über Risiken und Folgen von Cannabiskonsum
- Selbsttests/Quiz über eigenes Wissen
- Aufklärung und Auseinandersetzung mit Streckmitteln
- Kompetenzförderliche Methoden (Ressourcenstärkung, Widerstandsbefähigung, Ablehnungstraining etc.)
- Alternative Verhaltensweisen erarbeiten
- Stärkung der Nichtkonsument*innen und Förderung einer kritischen Haltung
- Ressourcenstärkung im Hinblick auf Gruppenzwänge und ein substanzfreies Leben
- Aufklärung über Hilfeangebote für Betroffene, Angehörige oder Interessierte
Vorteile des Methodenpaketes
- Praktische Größe (USB-Stick)
- Selbsterklärend und übersichtlich (Ablaufpläne, Impulsfragen, Hintergründe)
- Themen und Methoden können nach Interesse und Wissensstand „zusammengepackt“ werden
- Methodenvielfalt: Keine reinen Aufgabenblätter, sondern interaktive Übungen, Fallübungen, Reflexionsaufgaben etc.
- Präventionsmodule in digitaler sowie analoger Form!
- Die Schulung schließt mit einer Zertifizierung ab, sodass Multiplikator*innen das Methodenpaket mit ihren Klassen eigenständig durchführen können
- Weitere Beratungs- und Begleitmöglichkeit auch nach der Schulung
- Geplant: Arbeitsmaterialien in einfacher/leichter Sprache sowie Übersetzung in andere Sprachen
Netzwerkarbeit
- Regelmäßige (digitale) Netzwerktreffen zum Austausch und vernetzen
- Aktualisierung von Methoden/Manual wird zeitnah übermittelt
- Kostenlose Teilnahme an Schulungen und Informationsveranstaltungen


Unsere Zielgruppen
Schulklassen aller Schulformen im 8. oder 9. Jahrgang in der Stadt und Region Hannover
(Module 1 und 2)
Schulklassen aller Schulformen im 10. Jahrgang in der Stadt und Region Hannover
(Modul 3)
Schulklassen aller aller Jahrgänge in den berufsbildenden Schulen der Stadt und Region Hannover
(Modul 1–3)
Jugendliche im Kontext der offenen Jugendarbeit
Multiplikator*innen wie Lehrkräfte und Schulsozialarbeiter*innen
Eltern/Erziehungsberechtigte
Junge Erwachsene mit und ohne Konsumerfahrung
Infos für die Schulung von Multiplikator*innen
Das Methodenpaket ist in einer praktischen Größe und insgesamt gut realisierbar
Die Materialien sind selbsterklärend und übersichtlich
Die Methoden sind zielgruppenspezifisch und interaktiv gestaltet
Methoden und Aufgaben können je nach Interesse, Wissensstand und Zeit individuell zusammengestellt werden
Weiterbetreuung und Beratung wird durch unsere Mitarbeiter*innen gewährleistet


Ihre Ansprechperson
praevention@prismahannover.de
Bei weiteren Anliegen kann auch Kontakt zu dem Drogenbeauftragten Herrn Frank Woike der Stadt Hannover aufgenommen werden (hannover.de/drogenbeauftragter).


